Nur, weil ein Pferd den Kopf tief trägt, heißt das nicht, dass ein Pferd auch entspannt ist! Oder gar sich selbst trägt!
Von Losgelassenheit spricht man, wenn das Pferd innerlich loslässt, sich zwanglos bewegt und dabei die gesamte Muskulatur des Pferdes unverkrampft mitarbeitet. Dadurch wird es erst richtig in die Lage versetzt, sich in allen drei Grundgangarten gleichbleibend taktrein und raumgreifend vorwärtsbewegen zu können, ohne im Bewegungsablauf eilig zu werden.
Losgelassenheit hat etwas mit der Psyche und dem Emotionalen Zustand zu tun. Solange ein Pferd nicht wirklich loslässt kann es keine Muskulatur aufbauen, da die Muskeln, anstatt sich gesund anzuspannen, komplett verkrampft sind – sie können nicht korrekt arbeiten. Muskeln müssen sich auch entspannen dürfen.
Denkt nur an euren letzten Lachkrampf, der euch völlig fertig gemacht hat ![]()
Wenn ein Muskel zu lange beansprucht, beziehungsweise sich sogar verkrampft, ist ein gesunder Aufbau nicht möglich – sogar ganz im Gegenteil ![]()
Als Reiter spürt man die Losgelassenheit des Pferdes dadurch, dass die Bewegungen über den schwingenden Pferderücken durch dessen Körper hindurchlaufen. Auch wenn die Losgelassenheit in der Lösungsphase ein essenzieller Bestandteil ist, sollte sie auch bei intensivem Training und sportlichen Höchstleistungen erhalten bleiben.
Tut also euch und Eurem Pferd mal was gutes und lasst einfach los.
