Ich wurde tatsächlich schon häufiger gefragt, mit welcher Art von Pferden ich denn am liebsten arbeite. Diese Frage ist für mich nicht einfach spontan zu beantworten. Jedes Pferd hat seinen Reiz, sei es ein bereits gut ausgebildetes Turnierpferd, das Wald-und-Wiesen Pony, die unerfahrenen Jungspunde, oder auch das schwierige Korrekturpferd. Letztlich kommt es auf jedes Pferd individuell an, wie sich die Arbeit gestaltet und sich eine feine Verbindung aufbaut.
Über die Zeit und nach dem Training mit unzähligen, noch so verschiedenen Pferden, merke ich immer wieder, wie mein Herz immer ein kleines bisschen mehr in der Jungpferdeausbildung und die der Korrekturpferden aufgeht ![]()
Die Unberührtheit des unerfahrenen Tieres und die Verantwortung den ersten Kontakt zum Menschen als Reiter zu sein. Gerade bei jungen Pferden sieht man die Fortschritte ungemein und ich bin immer wieder erstaunt, wie neugierig und freundlich Pferde den Menschen (bestenfalls) akzeptieren.
Junge Pferde erinnern einen daran, wie selbstverständlich es für uns Reiter ist uns auf den Rücken eines weitaus stärkeren Tieres zu setzten. An solchen Punkten realisiert man, dass es alles andere als Selbstverständlich ist!
Zudem wird einem die Verantwortung zu Teil, das Tier in eine solche prägende Erfahrung zu führen. Durch die Unerfahrenheit des Pferdes wird einem die Chance zu Teil als erstes seine „Handschrift“ durch die Ausbildung zu verwirklichen. Man kann sich sicher sein, dass das, was man erreicht hat durch einen selber kam. Junge Pferde sind meine persönliche Rückversicherung, auf welchem Pfad sich meine Arbeit befindet. Die guten, sowohl auch weniger guten Dinge deiner Arbeit und Trainings spiegeln junge Pferde ungefiltert wieder. Schließlich war man selbst derjenige Erste, der ohne vorherige Prägung durch andere Menschen und Ausbilder dem Tier den Weg zum Reitpferd geebnet hat.
Die Arbeit ist zum Reitpferd ist größtenteils auf einem selbst zurückzuführen. Und das Pferd zeigt dir wie gut sie war.
